Die Tricks der Schwarzfahrer in Görlitz
Kontrolleure der Görlitzer Verkehrsbetriebe – GVB – haben im vergangenen Jahr 765 Schwarzfahrer ertappt. Sie mussten 60 Euro Strafe zahlen. Hartnäckige Fälle wurden der Staatsanwaltschaft gemeldet.
Ticket vergessen, kein passendes Geld dabei oder „ich wollte gerade den Fahrschein entwerten“ – das sind häufige Ausreden der Schwarzfahrer in Bahnen und Bussen in Görlitz. Die beiden Kontrollteams der GVB ziehen in der Woche täglich zwischen zehn und 20 Nichtzahler hoch. Kontrolleur Peter erkennt sie schon am Verhalten. „Nervöse Blicke, aufstehen - hinsetzen, Kleingeld zählen.“ Beliebt bei Schülern: Schlange stehen vor dem Ticketautomaten in der Bahn. Ganz langsam steckt der erste kleine Münzen in das Gerät. Wenn der Zweite an der Reihe ist, haben die Schwarzfahrer ihr Ziel erreicht - sie steigen aus.
Schwarzfahren ist eine Straftat. Grüne und Linke im Bundestag wollen, dass die sogenannte Leistungserschleichung nur noch als Ordnungswidrigkeit sanktioniert wird. Keine gute Idee, findet GVG-Sprecher Andreas Kolley. „Dadurch wird das Signal gesendet, dass Schwarzfahren gar nicht so schlimm ist. Ich halte es für ein falsches Zeichen.“