Domowina-Chef: AfD versucht, Rechte der Sorben zu untergraben
Die Domowina hat die AfD scharf kritisiert. Dabei geht es um einen gestern gestellten Antrag der Partei im Kreistag Görlitz, das Amt der Sorbenbeauftragten in eine ehrenamtliche Stelle umzuwandeln. Die AfD begründete das mit der schlechten Finanzlage des Kreises. Minderheitenpolitik dürfe niemals abhängig von der Kassenlage sein, erklärte Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik. Die AfD versuche durch taktische Argumente, die Rechte und Bedürfnisse der Sorben zu untergraben.
Die Domowina forderte alle politischen Akteure auf, klar zu machen, dass der verfassungsmäßige Schutz und die Förderung des sorbischen Volkes nicht zur Verhandlungsmasse werden dürfe.
Der Antrag wurde vom Kreistag mit großer Mehrheit abgelehnt.
Die Domowina fordert, dass die Bevollmächtigte mit den Stunden hochgesetzt wird. „Eine stärkere Unterstützung und ein erweitertes Mandat würden es ermöglichen, die sorbische Sprache und Kultur noch effektiver zu fördern und die Anliegen der Sorben im Landkreis angemessen zu vertreten“, so die Vorsitzende des Domowina-Regionalverbands Jakub Lorenc-Zalěski Diana Maticowa/Matiza.