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Domowina-Chef kritisiert deutsche Behörden

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Die Sorben haben den Umgang mit ihrer Sprache durch deutsche Behörden kritisiert. Die in der sächsischen Verfassung verankerte Gleichberechtigung widerspiegelt sich nicht in der öffentlichen Ausschilderung des sorbischen Siedlungsgebietes, so Domowina-Vorsitzender David Statnik. Die Bezeichnungen seien oft fehlerhaft oder fehlten teilweise. Ihre Kleinschreibung bezeichnete Statnik als absichtlich diskriminierend.

Auch würden deutsche Verwaltungen slawische Namen eher als Belastung und nicht als Normalität ansehen. Der Domowina-Chef sieht hier vor allem ein Problem: Die Nachnamen der Sorbinnen enden mit „owa“, also z.B. Michalkowa. Da gibt es Schwierigkeiten bei der Eintragung in offizielle Dokumente wie Ausweise oder auch bei der Briefzustellung.

In diesem Fall sollten die Sorben selbst darauf dringen, dass ihre Namen in der korrekten Bezeichnung verwendet werden. „Die rechtliche Grundlage dafür haben wir, aber wir nutze sie schlicht nicht“, so Statnik.