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Domowina reicht „Serbski Sejm“ die Hand

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Die Domowina reicht dem „Serbski Sejm“ die Hand. Sie hat dem „Sorbischen Parlament“ die Zusammenarbeit angeboten. Die gemeinsame Arbeit unter dem Dach der Domowina ermögliche den Austauch mit allen wichtigen Akteuren der sorbischen Zivilgesellschaft, so Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik.

„Wir als Domowina sind in erster Linie auf Inhalte zurzeit besonders auf bildungspolitischem Gebiet ausgerichtet und sehen Diskussionen über Gesetzesänderungen nicht als abstraktes Ziel, sondern im Sinne: Was hilft konkret der sorbischen Sprache? Natürlich ist aus unserer Sicht eine private, im Auftrag eines nicht eingetragenen Vereins organisierte Abstimmung per Brief, an der sich nur ein relativ kleiner Teil der Sorben beteiligt hat, keine Wahl einer ,Volksvertretung’. Folglich existiert weder rechtlich noch politisch so etwas wie ein ,sorbisches Parlament’. Ungeachtet dessen laden wir die Mitstreiter der Initiative ein, für ihre Vorstellungen im Rahmen der Tätigkeit des Dachverbandes zu werben.“

Der „Serbski Sejm“  wurde im November 2018 aufgestellt. Es besteht aus 24 Abgeordneten. Hauptforderung ist die Selbstbestimmung bei Bildung und Kultur.   Es sei die erste frei gewählte, demokratisch legitimierte Volksvertretung der Sorben und Wenden  in ihrer 1.400 Jahre alten Geschichte, so der Sprecher des Serbski Sejm, Martin Walde.  Die Abgeordneten wollen auf Augenhöhe mit politischen Entscheidungsebenen des Landes verhandeln.   

Audio:

Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik
Reporter Knut-Michael Kunoth im Intervie mit Martin Schneider,Mitglied des "Serbski Sjem"