Doppelstandortstrategie stößt auf Kritik bei Kamenzer Stadträten
Kamenz wird die IT-Zentrale Sachsens – das hatte vor mehr als drei Jahren der damalige Finanzminister Unland versprochen. Nun zieht die Zentrale des Staatsbetriebs Sächsische Informatik Dienste – kurz SID – von Dresden nach Radebeul und nicht nach Kamenz.
Die Sächsische Staatskanzlei spricht von einer Doppelstandortstrategie - und verspricht: Beide Standorte sollen gestärkt werden. In Kamenz befindet sich nur ein Teil des SID. Das stößt auf scharfe Kritik bei zwei Fraktionen im Stadtrat: Die Linke und „Stadt-Land-Frau“.
„Im vergangenen Jahr hatte Ministerpräsident Kretschmer versprochen, dass auch der Hauptsitz nach Kamenz kommen. Wir hoffen, dass die getroffene Entscheidung der Doppelstandortstrategie keinen Einfluss auf die Entscheidung der Lehrerfortbildung in Kamenz hat“, sagte uns der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke, Alex Theile.