Drei Sachsen unter den Terroropfern von Istanbul
Drei Opfer des Terroranschlags in Istanbul stammen aus Sachsen. Wie das sächsische Innenministerium am Mittwochvormittag bestätigte, sind zwei Männer aus Dresden (51 und 75 Jahre alt) und eine 70-jährige Frau aus Leipzig unter den Opfern des Selbstmordanschlags in der Türkei. Tillich: Feiger Anschlag auf Freiheit und MenschlichkeitMinisterpräsident Stanislaw Tillich hat den Anschlag scharf verurteilt und den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen: „Ich bin zutiefst erschüttert von diesem feigen und grausamen Terroranschlag in Istanbul, bei dem freie Menschen ihr Leben lassen mussten. Es ist traurige Gewissheit, dass unter den getöteten Deutschen auch drei Sachsen sind. Ich spreche den Angehörigen aller Opfer mein tiefstes Mitgefühl aus. Für sie und für uns alle ist dieser sinnlose Tod unbegreiflich und macht uns fassungslos. Dieser Terrorakt ist ein Anschlag auf Freiheit und Menschlichkeit. Alle demokratischen Kräfte werden gemeinsam gegen den internationalen Terrorismus zusammen stehen.“Ulbig: Menschenverachtende Gewalt„Für drei unserer Landsleute hat dieses hinterhältige Attentat einen sinnlosen Tod gebracht, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig und er ergänzte: Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen. Diese menschenverachtende Gewalt verurteile ich auf das Schärfste.Hilbert: Dresden trauertDresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert teilte in einer schriftlichen Mitteilung mit: “Es ist für unsere Stadt eine schreckliche Nachricht, dass zwei Dresdner unter den Opfern des Terroranschlags von Istanbul sind. Meine Gedanken gelten jetzt vor allem den Familien, Angehörigen und Freunden. Unschuldige Menschen sterben in einem absurden Krieg. Betroffenheit ist dafür der völlig falsche Begriff; mich erfüllen dabei Trauer, aber auch Wut. Wir werden den Familien alle nötige Hilfe anbieten, die sie brauchen.„Oberbürgermeister Jung: eine Mitbürgerin ist durch einen feigen Anschlag aus dem Leben gerissen worden. Ich trauere mit den Hinterbliebenen. 33 Urlauber aus Deutschland bei Drei-Länder-ReiseDie deutschen Opfer waren nach Angaben des Reiseveranstalters "Lebenslust Touristik" auf einer Drei-Länder-Erlebnisreise und kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Insgesamt zählte die Reisegruppe 33 Mitglieder, wie der Sprecher des Reiseunternehmens, Ingo Leßmann von der sk-medienconsult, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend sagte.Ein Teil dieser Reisenden habe an einem Gruppenbesuch der Wahrzeichen Istanbuls teilgenommen. Auf dieser Tour lag auch der Anschlagsort in der Nähe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee. Andere Urlauber hätten ein individuelles Programm absolviert. Die Drei-Länderreise umfasse Istanbul, Dubai und Abu Dhabi. In der türkischen Metropole seien die Urlauber am Montag angekommen. Die Weiterreise nach Dubai sei für den Mittwoch geplant gewesen.Reiseveranstalter schaltet Hotline für AngehörigeDer Reiseveranstalter teilte auf seiner Website mit: "Wir sind erschüttert, dass bei den schrecklichen Ereignissen in Istanbul auch Gäste von uns ums Leben gekommen oder verletzt worden sind. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir hoffen, dass die Verletzten schnell genesen."Hotline für Angehörige: 030/88 00 13 039 (8.00 Uhr bis 22.00 Uhr)Reisehinweise des Auswärtigen AmtesReisenden in Istanbul und anderen Großstädten der Türkei wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen zu meiden und sich über die aktuellen Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten.Mehr Informationen beim Auswärtigen Amt