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Drei, zwei, eins, knack meins - Gebürtiger Pirnaer zog mit Seitenschneider durch Görlitz

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Er brauchte Drogen, hatte kein Geld, also klaute er Fahrräder. Im großen Stil. Seit heute muss sich der gebürtige Pirnaer vor dem Landgericht verantworten.

Er zog mit einem Seitenschneider im Aktentaschenformat los. „Die Eingangstüren der Wohnhäuser in Görlitz standen offen“, so der Angeklagte..  An den verschlossenen Kellerverschlägen setzte er die Zange  an und an den Fahrradschlössern. Drei, zwei, eins – knack – meins. Mal ein Rennrad für 4.500 Euro, zwei  E-Bikes für  3.000 Euro oder ein Mountainbike für 250 Euro.

Auf den geklauten Rädern strampelte er nach Zgorzelec und verhökerte die Beute an zwei Polen. Seine Abnehmer waren zugleich auch seine Dealer. Fahrrad gegen Crystal. Zuvor schickte er ein Foto, handelte den Verkaufspreis aus.

Von Sommer 2020 bis April dieses Jahres war der Arbeitslose auf Tour. Er wurde zwar einige Male von der Polizei angehalten, aber wieder laufen gelassen.

Der Angeklagte räumte die meisten der 34 Taten ein. Aber einer Bande habe er nicht angehört, beteuerte er.  Ja, er sei auch mal mit einem Bekannten losgezogen. Sie hätten sich aber zufällig getroffen.

Der Schaden geht in die Zehntausende. Seit Anfang April sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Die Verhandlung wird fortgesetzt. (kmk)