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Bautzener Luftretter ziehen Bilanz: So oft musste der DRF-Hubschrauber abheben

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Der Hubschrauber der DRF-Luftrettung in Bautzen ist im vergangenen Jahr fast 1.600 mal alarmiert worden. Das sind in etwa so viele Einsätze wie 2022, geht aus der heute veröffentlichten Jahresbilanz hervor. Mehr als 1.100 Einsätze entfielen auf akute Notfälle, wie Herzinfarkte, Unfallverletzungen oder Schlaganfälle. In 456 weiteren Fällen rückte die Besatzung zu Patiententransporten zwischen Kliniken aus. 

Damit leistet der Bautzener Rettungshubschrauber zusammen mit der Besatzung in Dresden einen wichtigen Beitrag. In ganz Sachsen flog die DRF über 2.700 Einsätze. Bundesweit registrierten die Luftretter knapp 3.000 Alarmierungen weniger. 

Die Organisation sieht nach eigenen Angaben einen Reformbedarf angesichts von Schließungen von Fachabteilungen und Krankenhäusern, fehlendem medizinischen Fachpersonal und weniger Ärzten und Ärztinnen im ländlichen Raum. Die DRF schlägt mehrere Reform-Maßnahmen vor - etwa eine bessere Koordinierung, damit die passenden Einsatzkräfte gerufen werden, oder eine Ausweitung des 24-Stunden- und Randzeiten-Betriebs der Luftrettung.

Die DRF-Luftrettung ist eine gemeinnützige Luftrettungsorganisation mit Sitz im baden-württembergischen Filderstadt. Sie gehört zur DRF-Gruppe - nach eigenen Angaben eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas - und betreibt bundesweit 32 Stationen. (mit dpa)