DRF Luftrettung in Bautzen aufgerüstet
Die DRF Luftrettung hat in Zeiten der Corona-Pandemie aufgerüstet. So erhielt die Bautzener Hubschrauberbesatzung heute einen sogenannten „EpiShuttle“ - eine spezielle Trage mit einer abgeschlossenen Kunststoffabdeckung, die beim Transport von Corona-Patienten zum Einsatz kommt. Sie ermöglicht eine komplette Isolation des Patienten und bietet gleichzeitig den Einsatzkräften Schutz vor einer Ansteckung. Durch abgedichtete Zugänge an den Außenseiten kann der Patient während des Transports weiter versorgt werden oder an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.
Die Kosten für die Spezialtrage liegen bei über 40.000 Euro.
Der Bautzener EpiShuttle ist die erste fliegende DRF-Isolierstation im Freistaat. Nach der Schulung des Personals vor Ort ist geplant, dass der Hubschrauber mit der neuen High-Tech-Box sofort eingesetzt wird. Durch den EpiShuttle soll Christoph 62 nach einem Flug mit Corona-Patienten auch schneller wieder startbereit sein, da Zeit für die Reinigung des Hubschraubers gespart wird. Nach herkömmlichen Flügen mit Infizierten musste der Rettungsflieger gut zwei Stunden desinfiziert werden, der EpiShuttle ist nach einer guten halben Stunde wieder flugbereit. Aufgrund der angespannten Situation infolge der hohen Infektionszahlen in Sachsen hat die DRF bereits am 23. Dezember in Bautzen einen zweiten Rettungshubschrauber stationiert.
Bis jetzt sind die DRF-Kollegen der sächsischen Station seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 über 50 Einsätze im Zusammenhang mit Covid geflogen. Dabei geht es vor allem um Transporte aus den Kliniken in den Landkreisen Bautzen und Görlitz in Kliniken deutschlandweit, darunter Rostock, Lübeck und Göttingen. Laut Reifferscheid ist die gesamte DRF-Flotte in dieser Zeit 660 Einsätze mit Covid-Bezug geflogen. Überwiegend handele es sich dabei um die Verlegung von Patienten in weiter gelegene Krankenhäuser. Bisher hat die Luftrettungsorganisation insgesamt 12 von 29 Stationen der DRF Luftrettung in Deutschland mit einem EpiShuttle ausgestattet.
Mit rund 570 Notärzten, 120 Notfallsanitätern, 170 Piloten und 130 Technikern und über 50 Hubschraubern hilft die DRF täglich Menschen in Not.