Drohnen schwirren künftig über Truppenübungsplatz Oberlausitz
Die Bundeswehr will die Sicherheit auf und am Truppenübungsplatz Oberlausitz verbessern . Eingesetzt wird dafür künftig digitale Technik. So sollen z.B. Drohnen mit Kameras fliegen. Damit sei es möglich, vom Gefechtsstand aus alle Bewegungen der Truppe am Boden und in der Luft und auch „den scharfen Schuss“ zu überwachen, sagte heute Generalinspekteur Eberhard Zorn. Damit steige zugleich die Übungseffizienz. Die Drohnen sollen auch Waldbrände rechtzeitig aufspüren und der Feuerwehr die Koordinaten übermitteln.
Der Generalinspekteur kündigte weitere Investitionen an. So sollen Unterkunftsgebäude, Tankstellen und Hangars für Fahrzeuge errichtet werden. Mit dem Ausbau wertet die Bundeswehr den Standort in der Oberlausitz zum wichtigsten Übungsgelände im Osten Deutschlands auf.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der den General begleitete, ging auch auf mögliche Vorbehalte gegen das Vorhaben ein. „Die Bundeswehr besteht aus Bürgern in Uniform“. Die Aufgabe der Politik bestehe darin, der Bundeswehr den Rücken zu stärken und ihr die beste technische Ausstattung und auch Möglichkeiten zum Üben zu garantieren. Es gebe ein gutes Miteinander, so Kretschmer. Es gehe es darum, dass dieser Übungsplatz zukunftssicher sei.
Für die Truppenübungsplatzverwaltung sind rund 350 Beschäftigte tätig - vor allem Zivilangestellte. Der Übungsplatz hat eine Gesamtfläche von 17 450 Hektar, was in etwa 24 500 Fußballfeldern entspricht. Damit ist er der drittgrößte der 13 Truppenübungsplätze unter deutscher Verwaltung. Zugleich gilt er als einer der modernsten seiner Art. Er besitzt mehrere Gefechtsschießbahnen mit computergesteuerten Zielen, eine Eisenbahnanbindung für die Anlieferung für militärisches Großgerät per Zug und feste Unterkünfte für bis zu 1.650 Soldaten.