Durchatmen in Malschwitz - Steinbruch ist keine Feinstaubschleuder
Die Luftqualität in der Gemeinde Malschwitz bei Bautzen wird durch den angrenzenden Steinbruch Pließkowitz nicht beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sondermessung zur Feinstaubbelastung des Sächsichen Umweltministeriums. Anwohner befürchteten eine Luftverunreinigung durch die Arbeiten im Steinbruch, sodass eine Messung in Auftrag gegeben wurde.
Ein Jahr lang wurden die Feinstaubkonzentrationen kontinuierlich an naheliegenden Stationen gemessen. Nur an einem einzigen Tag wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Das stehe allerdings in Verbindung mit dem Sarahstaub, der im März durch besondere Witterungsbedinungen in vielen Teilen des Landes nachweisbar war – hieß es. Trotz 12 Sprengungen im Messzeitraum lag der Messwert im Schnitt immer zwischen 12 und 14 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter.
Der Grenzwert für Staubniederschlag ist ebenfalls über den gesamten Messzeitraum sicher eingehalten worden. Der höchste Monatsmittelwert wurde im Mai gemessen und betrug 0,1 Gramm pro Quadratmeter und Tag. Zur Einordnung: Der Grenzwert für Staubniederschlag liegt bei 0,35 Gramm pro Quadratmeter und Tag.
Die Daten wurden an zwei umliegenden Messpunkten in Kleinbautzen und Niesky aufgenommen. Im Vorfeld hatte man diese bei einer Ortsbegehung gemeinsam mit dem Bürgermeister sowie mit Vertretern der Bürgerinitiative, des Landratsamtes und des Sächsischen Oberbergamtes ausgewählt.