Ebola-Patient wird in Sachsen behandelt
In Sachsen soll erstmals ein Ebola-Patient behandelt werden. Wie das sächsische Gesundheitsministerium bestätigte, soll im Leipziger Klinikum St. Georg ein Patient aus Liberia aufgenommen werden. Es soll sich dabei um einen hochrangigen UN-Mitarbeiter handeln. Patient landet am FlughafenEr soll am Donnerstagmorgen am Leipziger Flughafen landen. Es ist damit der erste Ebola-Patient, der in Sachsen behandelt wird. Das Klinikum St. Georg verfügt in Sachsen über die einzige Sonderisolierstation für hochinfektiöse Krankheiten. Mit sechs Zimmern und geschultem Fachpersonal können Patienten dort langfristig unter Quarantäne betreut werden.Sieben spezielle Krankenhäuser für Ebola-PatientenEbola-Patienten können in Deutschland an verschiedenen Orten behandelt werden. Am Klinikum St. Georg in Leipzig gibt es ein Zentrum mit Sonderisolierstationen für Menschen mit möglicherweise hochansteckenden, lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Zentren sind so verteilt, dass ein Krankentransport sie von jedem Ort der Bundesrepublik aus binnen weniger Stunden erreichen kann.Solche Einrichtungen gibt es neben Leipzig auch in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Main), München und Stuttgart. In der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg besteht ein Ausbildungszentrum, das ebenfalls Patienten aufnehmen kann. Die Berliner Charité verfügt an ihrem Standort Virchow-Klinikum über die größte deutsche Seuchenstation mit mehr als 20 Betten.Die Infektionsmediziner des Klinikums St. Georg hatten sich nach einem Verdachtsfall vor einiger Zeit bereits auf die mögliche Aufnahme von Ebola-Patienten eingestellt. "Wenn das so weitergeht in Afrika, werden wir als spezialisiertes Behandlungszentrum sicher auch angefragt werden", hatte Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie, gesagt. "Wir sind darauf vorbereitet, sechs Zimmer unter höchsten Isolierbedingungen zu betreiben." Das Fachpersonal im St. Georg trainiere regelmäßig die Abläufe.Auf solchen Sonderisolierstationen wird der Patientenbereich durch ein Schleusensystem betreten. In der äußeren Schleusenkammer kann das Personal duschen und Schutzkleidung anziehen. Über die innere Kammer kommen Ärzte und Pflegekräfte zu den Kranken. Beim Ausschleusen wird die Schutzkleidung desinfiziert.