„Echter Befreiungsschlag“ für Lausitzer Handwerk gefordert
Hier eine neue Verordnung, da eine Durchführungsbestimmung, eine weitere Abgabe und zusätzliche Berichtspflichten. Das Handwerk in der Lausitz ächzt unter Bürokratie.
Das Handwerk brauche dringend Entlastungen bei Steuern und Abgaben sowie den Abbau der Bürokratie, forderte die Cottbuser Handwerkskammerpräsidentin Corina Reifenstein gestern Abend beim Neujahrsempfang. Und sie schaute dabei in die Gesichter der eingeladenen Politiker.
Das Handwerk sei die Basis für die wirtschaftliche Kraft des Landes, erinnerte sie. 4,3 Milliarden Euro Umsatz haben die Unternehmen im Bereich der Handwerkskammer Cottbus im vergangenen Jahr gemacht, und das unter schwierigen Bedingungen. Sie sind Arbeitgeber für rund 40.000 Beschäftigte.
Damit das so bleibe, brauche es einen „echten Befreiungsschlag“. Die kaum mehr zu überblickenden Dokumentations- und Nachweispflichten raubten Zeit, kosteten Geld und erstickten Innovationen. Reifenstein verlangte außerdem eine Entlastung bei den Sozialausgaben. Und sie forderte ein Versprechen ein: die Praktikumsprämie.