Ein Bad mit „touristischem Faktor“ in Kamenz - Kreistag stimmt Zweckverband zu
Nach jahrelangem Hin und Her zum Neubau des Kamenzer Hallenbades hat der Kreistag gestern Abend einen richtungsweisenden Beschluss gefasst: Stadt und Landkreis gründen einen Zweckverband „Lessingbad Kamenz“. Gemeinsam soll Förderantrag für eine Badvariante mit „touristischem Faktor“ gestellt werden. Die Pläne sehen ein Sechs-Bahnen-Wettkampfbecken, ein Außenbecken, eine Rutsche und zwei Sauna-Kabinen vor, aber keine Saunalandschaft. „Kamenz soll keine Konkurrenz zum Lausitzbad Hoyerswerda und zur Körse Therme Kirschau sein“, so Landrat Udo Witschas.
Mit dem Kombi-Bad werde die Region attraktiver. Es sei ein Bad für die Kamenzer und die Menschen in der Region, so Oberbürgermeister Roland Dantz. Stadt und Landkreis wollen sich die „Wohlfühlwanne“ mit Geld aus dem Strukturmittelfonds für die Lausitz fördern lassen also mit den sogenannten Kohle-Millionen. Die Kosten für das Kombi-Bad werden mit 31,5 Millionen Euro veranschlagt. Dabei gibt es zwei weniger teure Varianten (Neubau mit sechs Bahnen und Sauna 26 Millionen Euro, Sanierung des bestehenden Bades 12 Millionen Euro). Doch sie würden nur mit 50 Prozent gefördert. So wurde eine Form konstruiert, mit der Stadt und Landkreis nun Aussicht auf 90 Prozent haben. „Das haben wir vom Ministerium für Regionalentwicklung prüfen lassen“, so Witschas.
Kamenz muss dem Zweckverband noch zustimmen. Das soll am 13. Dezember passieren. Der Zweckverband zum 1. April kommenden Jahres gegründt und das Projekt für die zweite Förderperiode ab 2027 vorbereitet werden. In der zweiten Hälfte 2030 könnte das neue Bad stehen, wenn auch der Regionale Begleitausschuss und der Bund zustimmen.
Die Stadt Kamenz und der Landkreis Bautzen wollen sich Planungs- und Investitionskosten teilen - und auch die Betriebskosten Sie werden auf einen sechsstelligen Betrag pro Jahr geschätzt.