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  • Symbolbild. Foto: Pixabay
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Ein Chip am Bürostuhl und Räume für Yoga-Kurse - Landratsamt Görlitz mit Gesundheitsoffensive

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Au, au, au – mein Rücken! Es ist wohl das Volksleiden Nummer Eins. Vor allem Schreibtischarbeiter klagen über Schmerzen und Verspannungen. Hinzu kommt Bewegungsmangel. Der Krankenstand steigt. Manch einer fällt dauerhaft aus. Das kann sich der Arbeitgeber auf Dauer nicht leisten, auch nicht in der öffentlichen Verwaltung. Im Landratsamt Görlitz hat man das Problem erkannt und will handeln.DieBeschäftigten sollen spezielle Gesundheitsangebote erhalten.  Eine entsprechende Dienstvereinbarung wurde mit dem Personalsrat geschlossen. An diesem Donnerstag unterzeichnet der Landrat einen Kooperationsvertrag mit der AOK Plus.  Es geht vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe. So sollen z.B. Schulungen für den Bewegungsapparat angeboten oder Räume für Yoga-Kurse bereitgestellt werden. "Vorgesehen ist, Arbeitsplätze mit besonderer Belastung zu untersuchen, und zwar aus ärztlicher Sicht, aber auch aus Sicht von Ergotherpeuten", sagte uns Amtsarzt Christoph Ziesch. Dabei sollen auch Chips eingesetzt. Damit wird das Sitzverhalten gemessen. Die Ergebnisse erhält der betreffende Mitarbeiter über eine App auf sein Handy. "Da wird dann auch angezeigt, wann es notwendig ist, mal aufzustehen und sich zu bewegen", so Ziesch.Die Gesundheitsoffensive -im Behördendeutsch: Betriebliches Gesundheitsmanagement -  dürfte auf positive Resonanz stoßen. In einer Befragung der rund 1.600 Landratsamtsmitarbeiter hatte sich mehr als die Hälfte für Gesundheitsangebote ausgesprochen. Die Mitarbeiter wünschen sich z.B. höhenverstellbare Schreibtische, Yoga-Kurse und Massagen, sagte uns Personalrätin Juliane Dubielzig.

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Reporter Knut-Michael Kunoth