Ein Narr zurück in Görlitz
Ein Narr ist nach über 270 Jahren wieder zurück in Görlitz. Das „Ullersdorfer Leuchtermännchen“ wurde dem Kulturhistorischen Museum als Dauerleihgabe überlassen. Es ist eine Messingfigur, die zu einem spätgotischen Leuchter aus der Zeit um 1400 gehörte. Das „Leuchtermännchen“ wurde 1744 beim Bau der Menagerie am Schloss Ullersdorf gefunden. Der Narr mit der Narrenkappe wurde auch als heidnische slawische Gottheit „Flintz“ gedeutet. In Mitteleuropa sind insgesamt sieben „Leuchtermännchen“ in Narrengestalt bekannt. Die Ullersdorfer Figur gelangte 1764 in das Archiv der Familie von Nostiz. Vor drei Jahren wurde zufällig bekannt, dass sich das Schmuckstück dort befindet. Es wurde verhandelt und schließlich ein Dauerleihvertrag abgeschlossen.