++ EIL ++

Ein neues Stadttor nach Bautzen

Zuletzt aktualisiert:

Bautzen hat sich von der Vision einer Spannbandbrücke über das Spreetal verabschiedet. Stattdessen wird nun eine 120 Meter lange Fachwerkbrücke favorisiert. Sie würde vom Protschenberg zum Langhaus führen. Zugleich könnte der angrenzende Burgwasserturm erschlossen werden. Denkbar wäre dabei eine Sky-Bar über den Dächern von Bautzen. Die Variante aus einer Machbarkeitsstudie wurde heute präsentiert. Über einen verglasten  Aufzug im Burgwasserturm könnte auch eine Verbindung zur unteren Altstadt geschaffen werden.

Langhaus und Burgwasserturm, die derzeit in Landesbesitz sind, könnten zugleich für Besucher zugänglich gemacht werden. Die beiden denkmalgeschützten Bauten müssten aber restauriert und saniert werden. Die Brücke würde zwischen viereinhalb und sechs Millionen Euro kosten. Hinzu kämmen noch einmal fünf bis sechs Millionen für die Sanierung der beiden Gebäude.

Oberbürgermeister Alexander Ahrens sagte, dass der Freistaat das Projekt finanziell unterstützen will. Die Bautzener sollen in die Diskussion um die Brücke einbezogen werden. Im Laufe der nächsten Woche will die Stadtverwaltung Infos und Abbildungen zur Brücke auf ihre Internetseite stellen.  Dort wird es dann auch ein Gästebuch geben. Kommentare und Anregungen können bis Ende September an die Stadt geschickt werden (Email: bürgerbeteiligung@bautzen.de). Ob es einen Bürgerentscheid geben wird, ist noch unklar. Der OB verwies an den Stadtrat. Er müsse darüber entscheiden.

Mit der Brücke zum Langhaus und Burgwasserturm wird ein neuer Knotenpunkt geschaffen. Besucher könnten innerhalb von zwei bis drei Minuten vom Schliebenparkplatz in die Altstadt gelangen und damit auch zur Ortenburg, in der sich Puppentheater,  Sorbische Museum und  Oberverwaltungsgericht befinden.    „Das wäre das siebte Stadttor“, freut sich Theaterintendant Lutz Hillmann.