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Einbruchswelle in Ostritz ebbt nicht ab

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Ostritz war am vergangenen Wochenende die wohl am besten geschützte Kleinstadt in der Oberlausitz. 300 Polizisten waren präsent, um das Rechtsrockkonzert abzusichern. Klemm und Klau hatte in dieser Zeit eine Pause eingelegt. Doch schon wenige Stunden, nachdem die meisten Polizisten an ihre Standorte zurückgekehrt waren, ging es wieder los. 

Ronny Junge hat eine kurze Nacht hinter sich. Um 23.20 Uhr ging bei ihm Zuhause ein Alarmruf ein. Im Gerätelager der Gärtnerei im Ostritzer Ortsteil Leuba hatte sich jemand an der Tür zu schaffen gemacht. Nach zehn Minuten war der Gärtnereichef an Ort und Stelle. Auch die Polizei kam sofort. Die Einbrecher aber hatten sich schon aus dem Staub gemacht.  Wenige Stunden später - am frühen Montagmorgen - stiegen die Täter  in einen Pferdestall ein. Sie brachen einen Schuppen auf und rollten ein Moped heraus. Auf einem weiteren Grundstück hoben sie eine Plane hoch. Darunter stand ein Auto. In diesem Fall zogen sie ohne Beute ab, hinterließen aber Schuhabdrücke. Kriminaltechniker sicherten die Spuren.

Drei Jahre war Ruhe in Leuba:  Kaum Einbrüche und Diebbstähle. Doch seit sechs Wochen rollt wieder eine Einbruchswelle über den Orteil der Neißestadt. Die Vermutung, dass die damals verurteilten Täter wieder aus dem Gefängnis raus sind und erneut auf Beutezug gehen, scheint so abwegig nicht.

Bei der Polizei wurden in diesem Monat schon über 20 Eigentumsdelikte in Ostritz angezeigt. Sie geht nun insbesondere in den Nächten verstärkt auf Streife – sowohl in Uniform, als auch in Zivil.

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Reporter Knut-Michael Kunoth