Eine neue Rotbuche für Görlitz
Im Park des Friedens in Görlitz wird morgen früh eine Rotbuche gepflanzt. Sie ersetzt einen rund 190 Jahre alten und sterbenskranken Baum, der vor zwei Monaten gefällt wurde. Kosten für Pflanzung und Pflege des neuen Baumes haben drei Urenkel des damaligen Görlitzer Baumeisters Wilhelm Lippmann übernommen. Ihm gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts der Park.Lippmann verkaufte den Park an den Görlitzer Stadtrat und Mäzen Otto Müller. Er übertrug ihn der Stadt Görlitz. Seine Bedingung war, dass der Park als öffentliche Grünanlage unterhalten wird. Lippmann kam in den 1870er Jahren von Berlin nach Görlitz. Er fand dort seine zweite Heimat. Lippmann errichtete zahlreiche wertvolle Privathäuser und besaß, wie z.B. in der heutigen Louis-Braille-Straße und Parkstraße, auch eigene Gebäude. Zudem bekleidete er einige wichtige Ämter seiner Branche und genoss als Mitgestalter der Stadt hohes öffentliches Ansehen.