Eine Zukunft für die „Schöne aus Herrnhut“ und andere Obstsorten
Sie haben klangvolle Namen wie „Schöne aus Herrnhut“, „Bautzener Hauszwetsche“ oder „Lausitzer Nelkenapfel“. 600 Obstbäume werden in den nächsten Wochen im Kreis Görlitz gepflanzt. Darunter sind viele historische Sorten. Sie sollen in der Region wieder heimisch werden, wünschen sich die Initiatoren des Projekts, das Internationale Begegnungszentrum in St. Marienthal IBZ und die Oberlausitz-Stiftung.
Es sei zugleich ein Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes in der Region, sagte uns IBZ-Chef Michael Schlitt. „Es gibt Sorten, die besonders robust gegen Obstkrankheiten sind. Andere Sorten sind auch für Apfelallergiker verträglich. Nicht zuletzt haben die Obstbäume für die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten eine hohe Bedeutung.“
In einer Löbauer Baumschule seien in aufwendiger Handarbeit über 300 historische Obstsorten auf 600 junge Bäume veredelt und großgezogen.