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Einfallslos, harmlos, chancenlos

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Die Trendwende blieb aus: Auch unter Neu-Coach Markus Kauczinski steckt Dynamo Dresden weiter tief in der Krise. Die Schwarz-Gelben kassierten im ersten Spiel unter dem 49 Jahre alten Fußball-Lehrer die zehnte Saisonniederlage und bleiben Letzter der 2. Bundesliga. Am Sonntag unterlagen die Dresdner beim VfL Osnabrück verdient mit 0:3 (0:1) und verlieren weiter an Anschluss zu den Nichtabstiegsrängen.

Vor 15 352 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke trafen Moritz Heyer (41.), Niklas Schmidt (54.) und Ajdini Bashkim (78.) für den VfL, der nach acht ungeschlagenen Partien in Serie weiter auf Platz fünf der Tabelle rangiert. Erst in der 74. Minute kam Dynamo erst zum ersten Torschuss.

„Dinge brauchen manchmal ihre Zeit. Ich glaube aber, dass man auch kurzfristig überraschen kann, ich traue uns etwas zu“, sagte Kauczinski noch vor der Partie. Dafür nahm der Dynamo-Coach zwei Veränderungen im Vergleich zum Remis gegen den SV Sandhausen vor. Sascha Horvath ersetzte den erkrankten Baris Atik, Patrick Ebert rückte für Jannik Müller in die Startformation.

Dresden begann dennoch mit zittrigen Beinen und bekam im Spiel nach vorn nicht viel zustande. Die ersten beiden Torchancen hatten die Hausherren nach knapp zwölf Minuten. Zunächst scheiterte Kevin Friesenbichler nach einem leichtfertigen Ballverlust von Florian Ballas an Torwart Kevin Broll, kurz darauf strich ein Fernschuss von Anas Ouahim nur knapp über die Latte. Osnabrücks offensiver Mittelfeldspieler hatte auch in der 35. Minute das Führungstor auf dem Fuß, verzog aber knapp aus sechs Metern, nachdem er zuvor Dynamos halbe Abwehr austanzte.

Dresden setzte offensiv keine Akzente und suchte zunächst – bis auf wenige Ausnahmen - die Sicherheit in einer kompakten Defensive. Der Ballbesitz-Fußball von Cristian Fiel scheint Vergangenheit. Das Gegentor konnte die Gäste dennoch nicht verhindern, weil Kevin Ehlers Heyer ungestört einköpfen ließ.

Auch im zweiten Durchgang blieb Dynamo im Spiel nach vorn harmlos und bewies defensiv, warum es Zweitliga-Schlusslicht ist. Nach einem Ballverlust des eingewechselten Stürmers Luka Stor konnte Schmidt ungestört an drei Dynamo-Spielern vorbeigehen und sicher zum 2:0 einschieben. Zwölf Minuten vor Abpfiff erhöhte Bashkim nach einem Abstauber ebenfalls ungestört zum Endstand.

Audio:

Niklas Kreuzer mit deutlichen Worten nach der Pleite in Osnabrück
Trainer Markus Kauczinski im Interview nach der Pleite in Osnabrück