• Justizgebäude in Bautzen. Foto: kmk

    Justizgebäude in Bautzen. Foto: kmk

Einigung im Streit um Stuten-Tritte in Bautzen

Zuletzt aktualisiert:

Der Rechtsstreit zwischen zwei Pferdebesitzerinnen vor dem Amtsgericht Bautzen ist heute mit einer Einigung ausgegangen. Die Klägerin erhält rund 930 Euro Schadensersatz. Ihre Stute „Elektra“ war auf einer Koppel in Großharthau von einem anderen Pferd getreten worden.

Die beklagte Halterin der Stute „Coco“ sollte ursprünglich 3.700 Euro für Tierarztkosten, Pferdetrainer und eine osteopathische Behandlung bezahlen. Eine so hohe Summe hatte sie abgelehnt und dafür verschiedene Gründe angeführt. So hätte auch ein anderes Pferd auf der Koppel als Täter in Frage kommen können. Sie hielt zudem die Reha-Maßnahmen für die verletzte Studie für unnötig.  

Dagegen bestätigte der Reitlehrer des Hofes, dass die Stute von „Coco“ getreten wurde. Wie oft, das konnte er nicht sagen. Er schloss die Mittäterschaft der anderen, rangniederen Stuten aus. 

Der Tierarzt der Klägerin hatte ihr geraten, "Elektra" Schritt für Schritt zu aktvieren. Weil sie Vollzeit arbeitet, hatte sie damit einen Retlehrer beauftragt. Durch die osteopathische Behandlung seien Blockaden bei ihrer Stute gelöst worden.

Und die beiden Pferde? Was ist aus ihnen geworden?  „Electra“ ist inzwischen wieder wohlauf, „Coco“ steht jetzt woanders.