Mail nach Radeberg - Einladung an die Tagebaukante
Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch hat seinen Radeberger Amtskollegen Höhme eingeladen. Anlass für Pötzsch ist die umstrittene Entscheidung des Regionalen Begleitausschusses RBA, ein Ausflugslokal in Radeberg aus den sogenannten Kohle-Millionen, dem Strukturmittelfonds für die Lausitz, fördern zu lassen.
„Ich würde ihm gern den Tagebau zeigen und das Kraftwerk“, sagte uns der OB. Er könne dann sehen, wie nah Weißwasser an der Kohleförderung dran sei. Pötzsch will so damit deutlich machen, weshalb er ablehnend auf das Vorhaben in Radeberg reagiert hat.
Derzeit läuft die Abstimmung für einen Besuchstermin in Weißwasser.
Radeberg will für rund 8,5 Millionen Euro die Hüttermühle zum Ausflugsziel mit Übernachtungen und Gondelfahrten ausbauen. RBA-Vorsitzende Romy Reinisch verteidigte die Entscheidung. Alle 57 Kommunen im Kreis Bautzen könnten Anträge stellen, so auch Radeberg. „Die Stadt ist das Tor zur Oberlausitz. Und das Tor sollte vernünftig gestaltet werden.“ Nur weil Radeberg im Speckgürtel von Dresden liege , gehe es der Stadt nicht besser als anderen Städten im Landkreis Bautzen, so Reinisch weiter.
Bürgermeister aus Anrainerkommunen der Kohlereviere im Landkreis Görlitz sehen das anders. Sie hatten schon kritisiert, dass sich Bischofswerda den Umbau und die Sanierung seines Kulturhauses mit Geld aus dem Strukturmittelfonds für die Lausitz, den sogenannten Kohle-Millionen, fördern lassen will. (kmk)