• Eine Gruppe von Klimaaktivisten demonstriert in Weißwasser. Foto: Roland Kaiser

    Eine Gruppe von Klimaaktivisten demonstriert in Weißwasser. Foto: Roland Kaiser

  • Kraftwerk Boxberg. Foto: Archiv

    Kraftwerk Boxberg. Foto: Archiv

Einsatzkonzept aufgegangen - Kraftwerk Boxberg geschützt

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Das Konzept von Polizei und der Landratsämter Görlitz und Bautzen ist aufgegangen. Die Proteste von Kohlegegnern gestern im sächsischen Teil der Lausitz sind friedlich verlaufen. Die Tagebaue Nochten und Reichwalde sowie das Kraftwerk Boxberg wurden nicht besetzt. Es gab keine Störungen, so die Polizei.

Verbotszone in Boxberg - 150 Demonstranten in Weißwasser

Das Bündnis „Ende Gelände“ hatte zu „massenhaftem zivilen Ungehorsam“ aufgerufen. Klimaaktivisten sollten den Förderbetrieb stoppen und die Kohlezufuhr zum Kraftwerk unterbrechen. Daraufhin hatten die Kreisverwaltungen Görlitz und Bautzen Verbotszonen ausgewiesen. Das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte die Regelungen. Demonstriert werden durfte nicht in Boxberg, sondern im 15 Kilometer entfernten Weißwasser sowie in Trebendorf. Die Polizei zählte dort rund 150 Teilnehmer beider Seiten. Die Lage blieb friedlich.

"Szenen wie 2016 sollten sich nicht wiederholen"

„Der Schutz des Kraftwerkes hatte oberste Priorität. Szenen wie im Jahr 2016, als eine größere Gruppe das Kraftwerk Schwarze Pumpe gestürmt und dadurch die Energieversorgung in der Region gefährdet hatte, sollten sich nicht wiederholen, sagte derLeitender Polizeidirektor Holger Löwe.

Bis zu 1.000 Polizisten im Einsatz

Lediglich drei Straftaten wurden aufgenommen. Polizisten stoppten drei Autos, deren Kennzeichen abgeklebt waren. Gegen die Fahrer wurden Strafverfahren eingeleitet. Gestern waren im sächsischen Teil der Lausitz bis zu 1.000 Polizisten im Einsatz.