Eisenbahn-Testzentrum für Niesky
Niesky soll ein Eisenbahn-Testzentrum bekommen. Bis zu 700 Arbeitsplätze könnten entstehen. Das bestätigte uns Landrat Bernd Lange. Geplant ist eine 20 Kilometer langes Gleisoval. Im Gespräch ist eine Investitionssumme von 270 Millionen Euro. Das bestätigte uns der Görlitzer Landrat Bernd Lange.
Die Pläne stehen aber noch ganz am Anfang: „Wir sind der Favorit“, sagte Nieskys Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann. Bis zur Realisierung des Vorhabens sei es aber noch ein weiter Weg.
Die Idee eines Testzentrums für Eisenbahntechnik in Sachsen (Tetis) geht auf die Verhandlungen zum Kohleausstieg zurück. Es findet sich im Abschlussbericht der Kohlekommission. Nach einer entsprechenden Programmliste für Sachsen soll das Zentrum unabhängig betrieben werden, und es sollen dort unter anderem Erstinbetriebnahmen und Typenprüfungen von Zügen laufen.
„Niesky ist ein Traditionsstandort in Sachen Bahn“, sagte der Brandenburger Lausitz-Beauftragte Klaus Freytag. Von einer Investition dort würden auch Brandenburger Bahntechnik-Standorte profitieren. Das Testzentrum soll typenoffen sein und auch europäischen Lok-Herstellern offen stehen.
Das Vorhaben sei eine große Chance für die Region, sagte Dulig. „Es unterstützt nicht nur den Bahnstandort, Stichwort Bombardier in Görlitz und Bautzen, sondern wird auch international viele Unternehmen anziehen, damit diese ihre Innovationen auf die Schiene bringen können.“ Die Potentialanalyse soll nächste Woche in Niesky präsentiert werden.
Unklar ist unter anderem noch, wer Betreiber der Anlage wird und wer die Kosten trägt. Die Deutsche Bahn spielt in den Planungen bisher nur eine Rolle, wo es um einen Anschluss an das Bahnnetz geht.