Elektronische Fußfessel für Vergewaltiger aus Bautzen
Auf Schritt und Tritt unter Kontrolle. Erstmals ist in der Oberlausitz einem verurteilten Straftäter eine elektronische Fußfessel angelegt worden. Der 54-jährige Bautzener trägt das Gerät seit einigen Tagen. Er hatte zwei Frauen vergewaltigt und war dafür zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe hat er inzwischen verbüßt. Es bestehe die Gefahr, dass er weitere Straftaten begehe, sagte der Sprecher des Landgerichts in Bautzen, Reinhard Schade, unserem Sender.Egal wo sich der Verurteilte aufhält, die Daten werden permanent zu einer zentralen Erfassungsstelle nach Hessen gefunkt und dort zwei Monate gespeichert. Sollte in dieser Zeit wieder ein Sexualverbrechen passieren und er in den Kreis der Verdächtigen rücken, so kann er durch das Bewegungsprofil überführt oder auch entlastet werden. Der Bautzener muss sich außerdem in psychotherapeutische Behandlung begeben. Wann er die elektronische Fußfessel wieder ablegen darf, wird vom Behandlungserfolg ab.