Elektroschocker-Einsatz in Bautzen - Libyer bedroht Polizisten mit Messer
Polizisten haben in Bautzen einen Elektroschocker gegen einen Asylbewerber eingesetzt. Der 21-jährige Libyer hatte sich gestern Abend auf das Dach des Asylbewerberheimes an der Flinzstraße begeben. Er drohte, sich mit einem Messer umzubringen. Polizisten konnten ihn dazu bewegen, das Dach zu verlassen. Der Mann sprang auf eine Feuertreppe und lief mit dem Messer auf die SEK-Kräfte zu. Weil er der Aufforderung, stehen zu bleiben und das Messer fallen zu lassen, nicht nachgekommen sei, hätten die Beamten einen Elektroschocker eingesetzt. Der Libyer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er hatte bis vor kurzem in dem Heim gelebt und war dann in eine andere Unterkunft verlegt worden. Offenbar wollte er mit seiner Aktion seine Rückkehr nach Bautzen erzwingen. Elektroschocker, sogenannte Taser, geben über kleine Metalldrähte Stromschläge ab. Die Spannung kann bis zu 50.000 Volt betragen - bei einer relativ geringen Stromstärke von 160 Milliampere. Wer "gestasert" wird, ist für mehrere Minuten bewegungsunfähig.