Elsterwerda kann aufatmen - „Die Bombe war lieb zu uns“
Elsterwerda kann aufatmen. Die amerikanische Fliegerbombe wurde entschärft. Der Sperrkreis wurde aufgehoben. Bewohner können wieder zurück in ihre Häuser. Der 120 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war gestern bei Bauarbeiten im Ortsteil Biehla zum Vorschein gekommen. Der Ortsteil wurde evakuiert. Rund 2.700 Menschen mussten den Sperrkreis verlassen. Er wurde 1.000 Meter um die Bombe gezogen. Während der Entschärfung ruhte der Bahn- und Busverkehr. Fast alle Schulen und Kitas in Elsterwerda blieben zu.
In der Bombe befanden sich 60 Kilogramm TNT. Die Entschärfung verlief problemlos. Die beiden Zünder wurden gesprengt. Nach einer Stunde konnte Entwarnung gegeben werden. „Die Bombe war lieb zu uns“, sagte uns Enrico Schnick vom Kampfmittelbeseitigungsdienst.
Bürgermeisterin Anja Heinrich dankte allen Einsatzkräften. „Ich bin stolz auf alle, die geholfen haben. Nun darf der Alltag wieder seinen Lauf nehmen.“
Ursprünglich hieß es, dass die Bombe 250 Kilogramm schwer sei. Dabei handelte es sich um einen Irrtum. Die Blindgänger war mit der amerikanischen Maßeinheit für Gewichte „lb“ gekennzeichnet. 250 lbs sind etwa 120 Kilogramm.1 lb entspricht offiziell 0,4536 Kilogramm.