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„Emma“ aus der Oberlausitz zappelt auch bei Hitze

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Die Teichwirte in Sachsen stimmen in diesem Sommer wieder ein Klagelied an. Es ist zu trocken und zu warm. Teiche drohen auszutrocknen. Da,  wo noch genügend Wasser ist, gibt es Probleme mit dem Sauerstoff. Erste Teiche mussten schon notabgefischt werden.  Die Lösung für das Problem könnte aus der Oberlausitz kommen. Teichwirt Armin Kittner aus Petershain bei Niesky hat aus der Not eine Tugend gemacht.

Man nehme einen Karpfen und eine Karausche und kreuze beide Fische. Heraus kommt  der „Emma-Fisch“, ein schuppiger Geselle, robust und resistent. Teichwirt Armin Kittner hat einen eigenen Fisch gezüchtet – ursprünglich war ein anderer Grund dafür ausschlaggebend. „Der Fisch ist breiter als ein Karpfen, er hält sich mehr am Grund und im Schilf auf und ist damit relativ sicher vor dem Kormoran.“

In diesem Sommer hat der Teichwirt aus der Oberlausitz festgestellt, dass sein Emma-Fisch auch mit der Witterung ganz gut zurechtkommt. Er kann mit dem Sauerstoffmangel wesentlich besser umgehen. Das macht sich in Kittners Teichwirtschaft bemerkbar. Die Verluste sind zurückgegangen. Und wie schmeckt die Emma? „Ein ganz leckerer Fisch! Er ist lieblich im Geschmack“, ist der Teichwirt überzeugt.

Der „Emma“-Fisch  aus der Oberlausitz – vielleicht eine Antwort auf Wasserknappheit in den Teichen. Und wie ist er zu seinem Namen gekommen?  „Ich habe ihn nach meiner Tochter benannt“, schmunzelt der 58-Jährige. Sie lernt in seiner Firma und soll einmal die Teichwirtschaft übernehmen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth