Ende einer Ära: Bischofswerdaer Schulleiter in den Ruhestand verabschiedet
Der langjährige Schulleiter des Goethe-Gymnasiums Bischofswerda Bodo Lehnig wurde am Mittwoch offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Kollegen, Wegbegleiter und Freunde hatten für den 64-Jährigen am Vormittag einen Festakt in der Aula organisiert. Etwa 250 Gäste waren der Einladung gefolgt und ehrten den sichtlich gerührten Direktor.
Mit dabei waren neben Schülern und Lehrern auch Vertreter der Landesschulbehörden, der Eltern und des Fördervereins. Neben Grußworten wurde die offizielle Verabschiedung von Schülern der Ensembleklassen, des Schulchors und des Schulorchesters begleitet. Auch die Orgel im Haus ertönte zum letzten Mal für den scheidenden Schulleiter.
„Es ist schwer und es ist noch gar nicht wirklich realisierbar. Es war ein großer Teil meines Lebens“, schilderte uns der sichtlich gerührte Direktor. Er habe in seiner Dienstzeit viel bewirken können. „Ich hatte heute meine allerletzte Unterrichtsstunde in einer 8. Klasse und habe in die Augen der Kinder geschaut und für mich gesagt - genau dafür habe ich es gemacht und genau dafür hat es sich gelohnt.“, so Lehnig weiter.
Der Oberstudiendirektor hatte 1993 das Amt übernommen. Einer der größten Meilenstein seiner Dienstzeit war die Generalsanierung der Schule von 2010 bis 2014. Nach der Übernahme durch den Landkreis und der anschließenden Erneuerung wuchs das Gymnasium zu einen der modernsten in der Region.
Bodo Lehnig verlässt das Goethe-Gymnasium als einer der dienstältesten Schulleiter in Sachsen. Auch im Ruhestand will der scheidende Direktor an verschiedenen Bildungsprojekten mitwirken. „Ich habe vorgenommen, einige Dinge im ehrenamtlichen Bereich weiterzuführen. Auch meine Schulbuchautorenschaft werde ich weiterführen. Ganz ausscheiden will und werde ich da nicht. Aber ich werde mich nun neu sortieren. Das ist ein großer Schritt“, meint der Schulleiter weiter.
Ein Nachfolger des langjährigen Direktors wurde bislang noch nicht bestimmt. Aktuell läuft das Auswahlverfahren. Ein Bewerber soll anschließend der Schulkonferenz vorgestellt werden. Mit einer Entscheidung wird zu Beginn des neuen Schuljahres gerechnet.