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Entscheidung zu umstrittener Fußgängerbrücke über Bautzener Spreetal

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Wird der Bautzener Stadtrat heute die Weichen für das Projekt „Spreetor“ stellen oder ein weiteres Großprojekt – nach dem Logistikzentrum in Stiebitz - sausen lassen? Es geht darum,  ob die Stadt das Projekt der Fußgängerbrücke über das Spreetal als Strukturförderprojekt beantragt. Damit verbunden ist die Bereitstellung von Eigenmitteln in den städtischen Haushalt.

Der Bau einer Fußgängebrücke über das Bautzener Spreetal zur Ortenburg ist umstritten. In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der Stadtverwaltung lehnten 56 Prozent gegen das „Spreetor“ ab.

Die Chancen, die Brücke samt Parkplatz und Sanierung des Langhauses und Burgwasserturmes auf der Altstadtseite zu 90 Prozent aus den sogenannten Kohle-Millionen, also dem Strukturmittelfonds für die Lausitz, gefördert zu bekommen, stehen nicht schlecht. Allerdings gibt es auch Risiken, die sowohl Oberbürgermeister Karsten Vogt als auch Stadträte sehen.  

Sollte die Stadt den Projektantrag durchbekommen, ist ein Sprint angesagt. Denn bis Ende 2026 müsste die Brücke stehen. Ansonsten droht die Rückforderung der Fördermittel. In China könnte das Projekt in so kurzer Zeit sicherlich gestemmt werden, in Deutschland ticken die Uhren bekanntlich anders. Geschätzt wird eine Bauzeit für ein solches Vorhaben von zwei bis drei Jahren. Gut möglich, dass  für die Strukturprojekte der ersten Förderperiode noch eine Fristverlängerung beschlossen wird. Eine Gesetzesänderung ist im Gespräch, wurde aber bislang nicht zugesichert. Bedingung für den Deal ist auch, dass die Stadt ihren eigenen Anteil garantiert. Das wären bei geschätzten Kosten von 13,5 Millionen Euro rund 1,3 Millionen.

Audio:

Oberbürgermeister Karsten Vogt