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Ermittlungsgruppe zu Gewaltattacken in Löbau - Innenminister schaltet sich ein

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Nach den Gewaltattackenunter Jugendlichen  in Löbau hat die Polizei eine Ermittlungsgruppe gebildet. Sie untersucht inzwischen drei Fälle. Der Görlitzer Polizeipräsident Manfred Weißbach verspricht eine lückenlose Aufklärung. Außerdem sollen Treffpunkte von Jugendlichen in Löbau verstärkt bestreift werden ud speziell geschulte Polizisten  mit Präventionsangeboten in Schulen schicken. Die Polizei hatte mehr als eine Woche zu den Vorfällen geschwiegen.

Die Gewaltattacken haben Kreise gezogen. Sachsens Innenminister Roland Wöller hat sich eingeschaltet. Er habe eine lückenlose Aufklärung zugesichert, sagte uns der Vater des Opfers. Sein 17-jähriger Sohn wurde von einem gleichaltrigen türkischstämmigen Jugendlichen geschlagen. Er lag einige Tage mit gebrochenem Unterkiefer im Krankenhaus.

Die Ermittlungen wurden inzwischen auch auf zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren ausgedehnt. Die beiden deutschen Schüllerinnen sollen gemeinsam eine 14-Jährige angegriffen haben und die Ältere ein 17-jähriges Mädchen.  Ermittelt wird außerdem gegen einen 40-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Er soll eines der vier Handy-Videos von der Gewaltattacke veröffentlicht und kommentiert haben.

Der Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz wollte sich nicht zu den Gewaltattacken äußern. Das gehe die Stadt nichts an, es sei Sache der Polizei, sagte er uns.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Vater des 17-jährigen Schülers, der zusammengeschlagen wurde
Reporter Knut-Michael Kunoth