Erneut Tarifverhandlungen am Klinikum Niederlausitz
Die Tarifverhandlungen am Klinikum Niederlausitz in Senftenberg und Lauchammer gehen heute in die nächste Runde. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, sollen die Gespräche für die rund 1.000 nichtärztlichen Beschäftigten nun fortgesetzt werden. Es ist bereits die zweite Runde der Tarifverhandlungen. Die erste wurde am 19. Mai ohne Ergebnisse abgebrochen. Die Tarifkommision der Gewerkschaft fordert insgesamt 5 Prozent mehr Lohn unter anderem für Physiotherapeuten, Medizintechniker, Sozialarbeiter oder Pflegekräfte. Von der Klinikleitung wurde hingegen eine Erhöhung von 2,5 Prozent angeboten. Für die Gewerkschafter reicht das aber nicht aus.
Die ver.di-Tarifkommission hat am 20. Mai 2020 das Tarifangebot insgesamt als unzureichend abgelehnt. Für die Gewerkschaftler ist insbesondere die angebotene Entgelterhöhung viel zu niedrig und die Laufzeit des Tarifvertrages dabei viel zu lang - hieß es in einer Pressemitteilung. Eine unterschiedliche Entgelterhöhung innerhalb der Gruppe der nichtärztlichen Beschäftigten lehnt die ver.di ab. Zum Vergleich: Eine Pflegefachkraft im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus erhält bei gleicher Arbeitszeit monatlich mindestens 10 Prozent mehr Entgelt als in der Klinikum Niederlausitz GmbH. Das monatliche Entgelt für eine Pflegefachkraft im Klinikum Niederlausitz beträgt rund 88 Prozent des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD). Weil die Arbeitszeit bei Vollbeschäftigung nur 38 Stunden pro Woche beträgt, liegt das monatliche Entgelt jedoch nur bei 83,6 Prozent des Entgeltes für einen vergleichbaren vollbeschäftigten Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche.
Informationen zum aktuellen Verhandlungsstand gibt's hier.