Erste E-Scooter rollen durch Dresden - Kooperationen mit der Stadt

Dresden will zentrale Plätze in der Stadt für das Abstellen von E-Scootern sperren. Rote Zonen sollen eine Verschandelung mit wild abgestellten Rollern vermeiden, sagte Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) am Mittwoch.

Zu den Zonen gehören unter anderem Touristenmagnete wie der Altmarkt, der Theaterplatz, der Schlossplatz sowie der Goldene Reiter. Dazu gebe es freiwillige Kooperationsvereinbarungen mit bisher zwei Anbietern von elektrischen Tretrollern. Die ersten E-Scooter rollen seit zwei Wochen durch die Stadt.

Eine gesetzliche Handhabe gebe es aber nicht, man sei auf ein kooperatives Miteinander angewiesen, betonte Schmidt-Lamontain. In der Vereinbarung ist zudem festgehalten, dass jedes Unternehmen höchstens 2000 E-Roller in der Stadt betreiben soll - davon höchstens 300 in der Innenstadt.

Die Roller dürfen dabei nur in den Randbereichen des öffentlichen Straßenraums abgestellt werden. Maximal vier E-Scooter dürfen im Abstand von 50 Metern stehen, so sieht es der freiwillige Kooperationsvertrag vor. An Knotenpunkten des ÖPNV und Bahnhöfen können auch mehr aufgestellt werden.

Mitarbeiter der Verleihfirmen kontrollieren auf ihren Touren, ob Roller falsch abgestellt wurden und setzen diese notfalls um. Die E-Scooter werden regelmäßig gewartet und abends eingesammelt und geladen. Aber auch tagsüber werden Roller mit aufgebrauchter Batterie eingesammelt.

Dresden ist die erste Stadt in Sachsen, in der offiziell E-Scooter fahren. Laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, habe der Deutsche Städtetag den Kooperationsvertrag bereits angefordert. So könnte Dresden als Beispiel für andere Städte dienen. Grundsätzlich betonte Lamontain, dass die Betreiber solcher E-Scooter sich auch ohne Vertrag in den Städten ansiedeln dürfen.

Auch in Leipzig werden auf den Straßen demnächst vermutlich einige E-Tretroller unterwegs sein

Die Stadt sei Anbietern noch im Gespräch, so das Verkehrs- und Tiefbauamt. Verleiher müssten Vorgaben zur Sondernutzung erfüllen, etwa was die Wartung angeht. Die Reparatur sollte zudem regional erfolgen und es werde zunächst nur ein Probebetrieb von sechs Monaten genehmigt. Ausleihstationen sollen an die Mobilitätsstationen der LVB angebunden werden können. Der Verleih ohne Stationen sei nicht möglich. Separate Stationen innerhalb des Rings seien verboten. In Fußgängerzonen und auf Gehwegen sind E-Scooter tabu, so die Stadt. 

Es sei noch offen, ob und wie viele Verleiher tatsächlich in Leipzig aktiv werden und die Vorgaben der Stadt erfüllen.