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Erste Ergebnisse zu Probebohrungen für „Einstein-Teleskop“ vorgestellt

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Die Probebohrung für die Errichtung eines Einstein-Teleskops in Ralbitz-Rosenthal gehen voran. Wie uns ESA-Forschungsdirektor Günther Hasinger sagte, habe man den Granitstock in 250 Metern Tiefe erreicht. Die Erwartungen der Forscher seien erfüllt.

„Der Granit ist wunderschön feinkörnig. Wir haben einige Stellen, an denen der Quarzanteil fast bei 90 Prozent liege.“, erklärt Hasinger. Auch sei man auf keine übermäßigen Grundwasserklüfte gestoßen, die für das Projekt von Nachteil wären. Die Gesteinsschicht erfülle damit bislang alle Anforderungen für ein Einstein-Teleskop.

Nach Abschluss der Bohrungen werden Erdbebenmessgeräte in der Tiefe dann einen Monat lang alle Bewegungen der Erde erkennen. Ende Juni sollen dann die ersten Ergebnisse vorliegen.

Das Einstein-Teleskop gehört als eine von drei Säulen zum Projekt Deutsches Zentrum für Astrophysik in der Lausitz, für das sich mehrere Forschungszentren im Zuge des Strukturwandels in früheren Braunkohlegebieten bewerben. Dabei sollen in Sachsen zwei Großforschungszentren (GFZ) entstehen. Die Entscheidung fällt voraussichtlich Ende August.

Das Projekt des Deutschen Zentrums für Astrophysik gehört zu den sechs Großforschungszentren-Anwärtern für die beiden sächsischen Braunkohlereviere. Bei der ESA wird inzwischen augenzwinkernd von dem „Ding“ gesprochen.

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