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Erstes Hotel in Görlitz geschlossen

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Noch vor wenigen Wochen hatte Görlitz gejubelt. Mit 327.000 Gästeübernachtungen wurde im vergangenen Jahr ein neuer Rekord erzielt. „Görlitz – als Reiseziel so beliebt wie noch nie“ -  das war eine Schlagzeile. In diesem Jahr aber wird die Branche schmerzliche Einbußen hinnehmen müssen. Das Corona-Virus treibt viele Herbergswirte, Gastronomen und andere touristische Anbieter in die roten Zahlen. Das erste Hotel hat schon geschlossen – vorübergehend, bis die Epidemie vorbei ist.

Carsten Hartig schaut auf die Buchungsliste. Storniert, abgesagt, gecancelt. Acht bis zehn Busgesellschaften mit 40 bis 50 Urlaubern wollten kommen und im Hotel „Marschall Duroc“ vor den Toren von Görlitz absteigen.  Daraus wird nichts.Feiern, die im Hotel geplant waren, wurden abgesagt.
Hotelchef Hartig sitzt allein in der Rezeption. Er hat sein Hotel nun erst einmal geschlossen.  Die über 20 Mitarbeiter hat er nach Hause geschickt -bis auf weiteres. Sie sollen Kurzarbeitergeld bekommen.  

Der Görlitzer Hotelier hofft, dass die Versprechen der Politik, den Unternehmen zu helfen, auch rasch eingelöst werden. „Wir brauchen auf alle Fälle einen Kredit, damit die laufenden Kosten gedeckt werden können“.

In vier Wochen werde vielleicht der Höhepunkt der Epidemie erreicht sein und danach allmählich wieder Normalität einkehren. Einen kleinen finanziellen Puffer hat Hartig noch.  Er hofft, dass er diese Zeit überbrücken kann.

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Reporter Knut-Michael Kunoth