"Es rumort" - Rollt die Kündigungswelle in den Kliniken in der Lausitz schon?

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Viele Beschäftigte wollen ihren Job an den Nagel hängen, wenn die Impfpflicht am 15. März kommt. Noch ist die befürchtete Welle nicht angerollt. Der Personalabteilung im Klinikum Görlitz liegt bislang keine Kündigung vor. Es rumore aber im Haus, sagte uns Geschäftsführerin Ines Hofmann. Bei fünf Prozent weniger Personal liege die kritische Grenze. Dann müssten möglicherweise Operationen verschoben oder Stationen geschlossen werden. Das Städtische Klinikum ist mit rund 1.500 Beschäftigten (mit Tochtergesellschaften) einer der größte Arbeitgeber in der Region.

Im St. Carolus Krankenhaus in Görlitz wurde bislang eine Kündigung abgegeben - ebenso eine Kündigung im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus. Das ergab eine Anfrage unseres Senders. Derzeit wird im Krankenhaus in Cottbus der aktuelle  Impf- und Genesenenstatus der Beschäftigten erfasst. "Insofern können wir diesbezüglich noch keine verbindlichen Angaben machen, wie viel Mitarbeitende uns eventuell ab dem 16. März   nicht mehr zur Verfügung stehen werden und wenn ja, in welchen Bereichen", so Sprecherin Anja Kabisch.

Keine Antwort erhielten wir bislang aus den Krankenhäusern Bautzen und Bischofswerda (Oberlausitzkliniken GmbH) und aus dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus.  Die Sprecherin des Klinikums Oberlausitzer Bergland erklärte: "Wir können Ihnen hier aktuell leider noch keine Aussage geben". Der Geschäftsführer des Lausitzer Seenland Klinikums Hoyerswerda ging auf die Frage nach Kündigungen im Zusammenhang mit der Impfpflicht nicht ein.

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Ines Hofmann, Geschäftsführerin des Görlitzer Klinikums