EU gibt grünes Licht für Verkauf der Vattenfall-Tagebaue und -Kraftwerke in der Lausitz
Dem Verkauf der Vattenfall-Tagebaue und -Kraftwerke in der Lausitz steht nichts mehr im Wege. Die EU-Kartellbehörden hat grünes Licht gegeben. Die tschechische EPH-Gruppe darf die ostdeutsche Vattenfall-Braunkohlesparte übernehmen. Negative Folgen auf dem Markt sieht die EU nicht. Der Verkauf umfasst alle Kraftwerke und Tagebaue von Vattenfall in Brandenburg und Sachsen: Die Kraftwerke Jänschwalde, Boxberg, Schwarze Pumpe sowie der 50-Prozent-Anteil am Kraftwerk Lippendorf sowie die Tagebaue Jänschwalde, Nochten, Welzow-Süd, Reichwalde und der kürzlich ausgekohlte Tagebau Cottbus Nord. Bis Herbst soll der Eigentümerwechsel vollzogen sein, sagte Vattenfall Sprecher Stefan Müller unserem Sender. Die letzte Hürde sei nun genommen worden. Die schwedische Regierung hatte dem Verkauf bereits Anfang Juli zugestimmt. Der Verlauf sollte schon Ende August besiegelt werden. Die Tschechen haben sich verpflichtet, auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2020 zu verzichten, die geltenden Tarifverträge einzuhalten und die Rekultivierung fortzusetzen. Sie erhalten neben den Anlagen auch Barmittel von 1,7 Milliarden Euro. In der Lausitz sind 8.000 Beschäftigte für Vattenfall tätig.