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Fachkräfteschmiede in Weißwasser - aber woher sollen sie kommen?

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Ein Ausbildungs- und Qualifizierungszentrum für den Strukturwandel - die konkreten Baupläne für die ehemalige Ingenieursschule Weißwasser sind diese Woche im Stadtrat vorgestellt worden. Der in den 1950er Jahre errichteten Gebäudekomplex soll umfassend saniert und durch einen runden Neubauteil im Innenhof ergänzt werden.  Die Projektmanager wollen die Raumaufteilung im wesentlichen beibehalten und durch Werkstätten für Metall-, Holz- und Tonverarbeitung erweitern. Existenzgründern sollen Büro- und Laborflächen angeboten werden. Ein Übergang wird die beiden Gebäudeflügel barrierefrei verbinden. In der  Villa auf dem Schulgelände sollen Gästewohnungen entstehen.

Die Projektmanager wollen, wie sie sagten,  „den Charme“ der ehemaligen Ingenieursschule erhalten. In Weißwasser soll eine Fachkräfteschmiede für den Strukturwandel entstehen -  mit einer Kapazität für jährlich 200 Auszubildende. Es gehe um Berufsbilder der neuen Arbeitswelt, sagte uns Bauamtsleiterin Dorit Baumeister. „Das Ausbildungsspektrum in der Region werde damit ergänzt. Wir nehmen niemanden etwas weg.“  

Die Stadt hat Förderantrag eingereicht. Sie will im März kommenden Jahres Bauantrag stellen und geht davon aus, dass es mit einem Jahr losgehen kann. Saniert und gebaut werden soll 2025 und 2026. Die Eröffnung des Aus- und Weiterbildungszentrum ist für Anfang 2027 geplant.

Die Gesamtkosten liegen derzeit bei 51,3 Millionen Euro.  Davon werden rund zehn Millionen für Planungen und Gutachter benötigt.

Audio:

Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Bauamtsleiterin Dorit Baumeister