„Fahren auf Sicht“ - Notfallpläne in der Lausitz
Krankenhäuser, Energieversorger, Verkehrsbetriebe, Polizei, Leitstellen und Feuerwehren in der Lausitz bereiten sich auf die Omikron-Welle vor. Notfallpläne werden erstellt oder ergänzt. Die Kliniken befinden sich schon seit Wochen im Notfallmodus. Der Besucherverkehr wurde fast auf Null heruntergefahren. Es gelten scharfe Hygieneregeln. Operationen werden verschoben. Ines Hofmann, Geschäftsführerin des Görlitzer Klinikums: „Wir sind gut aufgestellt und fahren auf Sicht“.
Bei der Zittauer Feuerwehr sind in diesem Monat alle Trainingseinheiten passé. Die Fahrzeuge werden mit den nötigsten Kräften besetzt. Die Zittauer folgen damit einer Empfehlung des Kreisbrandmeisters. Bei der Görlitzer Berufsfeuerwehr treten im Fall der Fälle spezielle Schichtmodelle in Kraft.
Die Verkehrsbetriebe haben keinen Generalplan in der Tasche. Sie müssen abwarten, wie sich die Lage entwickelt und was die Politik entscheidet.Es gebe verschiedene Szenarien, so der Geschäftsführer der Regionalbus GmbH Oberlausitz, Daniel Kunath.
In öffentlichen Verwaltungen, also in Rathäusern und Landratsämtern, wird geprüft, ob die Homeoffice-Regelungen ausgedehnt werden können. Bestimmte Bereiche müssen aber weiter vor Ort besetzt bleiben. Dazu gehören auch die Standesämter. In Hoyerswerda soll im Notfall Personal aus Nachbargemeinden einspringen. Ehen könnten dann weiter geschlossen und Sterbefälle beurkundet werden.