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Falsche Dachdecker zocken Oberlausitzer ab

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Die Polizeidirektion Görlitz warnt vor falschen Dachdeckern. Sie fordern Wucherpreise. Dabei nutzen sie den Überrumplungseffekt. Eine Familie aus Schleife wurde in dieser Woche von einer Drückerkolonne geprellt. 

Plötzlich tauchte die Dachdeckerbrigade auf. Sie vereinbarte  einen Preis von 250 Euro und riss dann den Dachbelag von einem Nebengebäude ab. Anschließend verlegte die Truppe 30 Quadratmeter Zinkblech. Nach drei Stunden präsentierte der Kolonnenführer die Rechnung. Die Eigentümerin fiel aus allen Wolken. 17.800 Euro! Sie konnte den Preis herunterhandeln auf 3.000 Euro. Mit 1.000 Euro zogen die falschen Dachdecker ab.

Die Polizei warnt:

Auch wenn die Täter mit niedrigen Kosten locken, meistens ist die geleistete Arbeit von schlechter Qualität. Zudem fordern die Betrüger nach Abschluss der Dienstleistungen einen sehr viel höheren Preis. Sie begründen diesen dann beispielsweise damit, dass das erste Angebot pro Dachblech galt.

Die Polizei rät:

Überprüfen Sie, ob die Firmen vor Ihrer Tür tatsächlich existieren und lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben. Lassen Sie sich nicht auf Haustürgeschäfte ein. Seriöse Firmen kommen in der Regel nicht zu Privathäusern und bieten ihre Dienstleistungen per Handschlag an.