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Fast 200 Kinder aus Kreis Görlitz in Obhut genommen

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Das  Jugendamt hat im vergan­genen Jahr 191 Kinder und Jugend­liche aus Problem­fa­mi­lien im Kreis Görlitz geholt. Das waren fast 30 Mädchen und Jungen weniger als im Jahr zuvor.  Sie fanden  Zuflucht entweder in spezi­ellen Unter­künften in  Löbau, Weißwasser und Görlitz,  bei Pflegefamilien oder in ihrem familiären oder sozialen Umfeld.  Pflegefamilien sind speziell vom Jugendamt geschulte Familien. Davon gibt es 13. An sie werden Kinder im Alter bis zu sechs Jahren vermittelt.

Das Jugendamt übernahm die Eltern­rolle, wenn es das Kindes­wohl gefährdet sah. Konflikte mit den Eltern, Schläge oder auch: der Vater an der Flasche, die Mutter unter Drogen, psychische Erkrankungen der Eltern – das waren die häufigsten Gründe für die sogenannten Inobhut­nahmen. Auch Flüchtlingskinder, die ohne Eltern und Verwandte angekommen waren, wurden in  Obhut genommen.

Dafür gab die Kreis­ver­wal­tung Görlitz im vergangenen Jahr rund 775.000 Euro aus – und damit  knapp 16.000 Euro weniger als im Jahr zuvor.