Fast 2.000 Menschen singen vor Görlitzer Siemenswerk
Die Solidarität für die Görlitzer Siemens-Turbinenbauer ist ungebrochen. Am Abend setzten Einwohner erneut ein Zeichen für den Erhalt des Betriebes. Sie zogen vor das Werktor und sangen gemeinsam mit den Beschäftigten Weihnachtlieder. Fast 2.000 Menschen stimmten ein.
Dicht an dicht standen die Menschen – viele mit brennenden Kerzen in der Hand. Einige hielten kleine Herrnhuter Sterne hoch. Eltern brachten ihre Kinder mit. Posaunenbläser begleiteten die Sängerschar. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stimmte mit ein.
Er ermutigte die über 900 Turbinenbauer, den Kampf fortzusetzen. Die Gespräche zwischen Konzernleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft müssten nun rasch beginnnen.„Wir erwarten, dass ganz unvoreingenommen und ehrlich über die Standorte gesprochen wird. Dabei muss betrachtet werden, wie die Standorte ausgelastet sind, welche Kostenstruktur sie haben und wie qualifiziert die Mitarbeiter sind. Und da wird Görlitz positiv abschneiden. Da habe ich keine Zweifel", sagte Kretschmer
Als nach einer Stunde zum Abschluss “Stille Nacht, Heilige Nacht„ erklang, da standen manch einem Tränen in den Augen.