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Fast 230 Kinder aus Problemfamilien im Kreis Görlitz geholt

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Das  Jugendamt hat im vergan­genen Jahr fast 230 Kinder und Jugend­liche aus Problem­fa­mi­lien im Kreis Görlitz geholt. Das waren fast 90 Mädchen und Jungen weniger als im Jahr zuvor.  Sie fanden  Zuflucht entweder in spezi­ellen Unter­künften in  Löbau, Weißwasser und Görlitz oder bei Pflegefamilien. Das sind speziell vom Jugendamt geschulte Familien. Davon gibt es 14. An sie werden Kinder im Alter bis zu sechs Jahren vermittelt. Das Jugendamt übernahm die Eltern­rolle, wenn es das Kindes­wohl gefährdet sah. Konflikte mit den Eltern, Schläge oder auch: der Vater an der Flasche, die Mutter unter Drogen, psychische Erkrankungen der Eltern – das waren die häufigsten Gründe für die sogenannten Inobhut­nahmen. Dafür gab die Kreis­ver­wal­tung Görlitz im vergangenen Jahr 793.000 Euro aus – und damit  fast 120.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.