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Fast jedes zweite Kita-Kind im Kreis Görlitz hat Sprachprobleme

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Wie ist es um die Gesundheit der Kinder im Kreis Görlitz bestellt? Wo häufen sich Probleme? Wie ernst nehmen es die Eltern mit dem Impfschutz? In den vergangenen zwei Jahren wurden Kinder in 122 Kitas in der Region untersucht.

1.200 Kinder wurden im genannten Zeitraum untersucht. Zunächst schauten sich die Ärzte die Impfausweise an. Erfreulich: Geschützt vor Polio, Diphtherie, Tetanus, Keuchusten, Masern, Mumps und Röteln waren rund 95 Prozent.

Besorgniserregend: Bei fast jedem zweiten Kita-Kind im Kreis Görlitz wurden Sprachprobleme und -auffälligkeiten festgestellt. Ein Anstieg im Vergleich zum Untersuchungszeitraum 2015/2016 um fast fünf Prozent. Bei jedem dritten Kind diagnostizierten die Ärzte eine Störung der Fein- oder Grobmotorik. Und 20 Prozent der Mädchen und Jungen haben Augenprobleme. Sie brauchen eine Brille.

Untersucht wurden auch rund 2.300 Schulanfänger im Kreis Görlitz. Bei ihnen ergaben sich größere Impflücken. So hatten nur 40 Prozent einen Schutz vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten. Ein Drittel war nicht gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft.

Probeme mit dem Sprechen stehen auch bei den Schulanfängern auf Platz Eins der sogenannten Entwicklungsauffälligkeiten. 40 Prozent fielen auf. Schwierigkeiten mit der Motorik und Körperkoordination hatten insgesamt über 35 Prozent der untersuchten Kinder.