Über 200.000 Euro Schaden nach Brand auf Reiterhof in Brauna
Ein Pferdestall auf einem Reiterhof im Kamenzer Ortsteil Brauna ist vergangene Nacht in Flammen aufgegangen. Feuerwehrleute konnten fünf Tiere retten. Ein Pferd verendete. Nach unseren Informationen wurden zwei Ponys verletzt. Sie erlitten schwere Brandwunden. Beide befinden sich in tierärztlicher Obhut.
Mindestens 200.000 Euro Schaden
Der Brand auf dem Dreiseitenhof war kurz vor Mitternacht ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Rund 70 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen waren im Einsatz. Sie verhinderten, dass die Flammen auf das Wohnhaus und eine weitere Scheune des Dreiseitenhofes übergreifen konnten. Der Schaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist laut Polizei noch unklar. Ermittlungen in alle Richtungen wurden aufgenommen. Mit Vermutung halten sich die Beamten zurück.
„Fahrzeug raste vom Hof“
Für eine Selbstentzündung des eingelagerten Heus und für einen technischen Defekt spreche „im Moment relativ wenig“, sagte uns der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz. Es gebe eine starke Vermutung, dass der Brand gelegt wurde. „Es ist wohl so, dass ein Fahrzeug zum Zeitpunkt des Brandausbruchs sehr schnell den Hof verlassen hat“, so Dantz gegenüber unserem Sender.
Spenden für Reiterhoffamilie
Die Stadt Kamenz hat inzwischen ein Spendenkonto für die betroffene Familie eingerichtet:
Kontoinhaber: Große Kreisstadt Kamenz
Verwendungszweck: Spende Reiterhof Wendt
IBAN: DE24 8505 0300 3000 0306 10
Die Polizeimeldung zum Brand im Wortlaut:
Kamenz OT Brauna, Liebenauer Straße
22.07.2019, 23:30 Uhr
In den späten Abendstunden eilten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Brand eines Pferdestalles auf einem Dreiseitenhof in Brauna. Hier kam es aus bisher ungeklärter Ursache zum Ausbruch eines Brandes im Pferdestall. Das Feuer entwickelte sich schnell zu einem Vollbrand. Eingesetzte Kameraden der Feuerwehr konnten fünf Pferde lebend aus dem Stall retten. Ein Pferd verbrannte in den Flammen. Die Feuerwehr setzte einen Radlader ein, um das im Stall lagernde Stroh bzw. Heu herauszufahren, dort breitzuziehen und restlos abzulöschen. Ein Übergreifen der Flammen auf einen weiteren Stall und das Wohnhaus konnte durch die Feuerwehr verhindert werden. Insgesamt setzte die Rettungsleitstelle sieben Wehren der umliegenden Gemeinden mit 17 Fahrzeugen und 71 Kameraden zur Brandbekämpfung ein. Der Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. Ein Brandursachenermittler wird sich im Verlauf des Tages mit dem Brandgeschehen vertraut machen.