Feuer in Asylbewerberheim Hoyerswerda gelegt - Urteil
In Bautzen ist ein Inder wegen schwerer Brandstiftung zu vier Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach Überzeugung der Richter hatte der 40 -Jährige Feuer im Asylbewerberheim Hoyerswerda gelegt – aus Frust wegen eines gegen ihn erteilten Hausverbots.
Der Inder hatte einen Termin bei Ausländerbehörde. Er wollte eine Duldung, um weiter Geld zu erhalten, bekam den Nachweis aber nicht. Er kehrte wütend zurück und riss im Eingangsbereich des Heims eine Wandtafel herunter. Daraufhin erhielt er Hausverbot. Aus Rache habe der Angeklagte die Matratze in seinem Zimmer angezündet, die Tür verschlossen und sei weggelaufen, so der Staatsanwalt. Das Heim mit 150 Bewohnern – darunter Familien mit Kindern – wurde evakuiert. Es entstand ein Schaden von 100.000 Euro.
Der Angeklagte bestritt, vorsätzlich Feuer gelegt zu haben. Er habe nur eine Zigarette geraucht und die vermutlich nicht ausgedrückte Kippe in einen Aschenbecher geworfen, der möglicherweise umgefallen sei.