„Flaschenhals“ bei Flüchtlingsregistrierung im Kreis Görlitz
Von den derzeit mehr als 3.500 Ukraine-Flüchtlingen im Kreis Görlitz sind rund 2.400 noch nicht registriert worden. Die Erfassung kommt nur langsam voran. Landrat Bernd Lange sprach von einem „Flaschenhals“. Ein zweites Gerät zur Aufnahme von Fingerabdrücken und anderer persönlicher Daten sei beantragt, aber noch nicht bereitgestellt worden. Die Zahl der Mitarbeiter in der Registrierung soll von vier auf zehn aufgestockt und ein Zweischicht-System eingeführt werden. Die offizielle Erfassung ist Voraussetzung, dass die Vertriebenen in die Sozialsysteme aufgenommen werden und Sozialmissbrauch ausgeschlossen wird.
Der Landrat bat die Kommunen um Unterstützung. Sie sollen die Anmeldung vornehmen. Die Vertriebenen können dann das erste Geld bekommen: 250 Euro für Erwachsene, 200 Euro für Kinder. Unter den 3.000 Geflüchteten, die nicht über die Erstaufnahme des Landes in den Landkreis gekommen sind, befinden sich auch sogenannte Drittstaatler, zum Beispiel Usbeken und Georgier. „Auch ist der eine und andere über Belarus in den Bus gestiegen“, so der Landrat.