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Flutung des Cottbuser Ostsees gestoppt

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Mit großem Pomp wurde  vor zwei Wochen der Schieber gezogen. Nun ist die Flutung des Cottbuser Ostsees gestoppt worden. Tagebaubetreiber begründete den Schritt mit der anhaltenden Trockenheit. In der Spree ist zu wenig Wasser.   Seit  Flutungsbeginn strömten rund  735.000 Kubikmeter Wasser aus dem Fluss in den ausgekohlten Tagebau. 

„Dass diese Flutung nicht lange laufen wird, war schon klar, bevor der Hahn aufgedreht wurde“, sagte der Sprecher der Grünen Liga in Cottbus, René Schuster. Der große und extrem flache See werde durch die riesigen Verdunstungsverluste die Wasserbilanz besonders dann belasten, wenn ohnehin wenig Wasser in der Spree sei. Ein kleinerer tieferer See hätte dieses Problem zumindest verringert.Wegen der anhaltenden Trockenheit müssen Brandenburgs Flüsse nach Angaben des Landesamtes für Umwelt inzwischen aufgefüllt werden. Aus der Talsperre Spremberg wurden seit Mitte April bereits 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser in die Spree und andere Flüsse der Region geleitet, damit sie in Bewegung bleiben, wie der Leiter der Abteilung Wasserschutz, Kurt Augustin, am Freitag in Potsdam sagte. Noch sei die Lage aber nicht dramatisch. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet.Am kommenden Montag trifft sich Augustin zufolge die Arbeitsgruppe Niedrigwasser des Landesamtes für Umwelt, um die Lage zu bewerten. Dabei soll unter anderem darum gehen, wie die Wasserzugaben erfolgen sollen. Dramatischer sieht der Abteilungsleiter die Situation beim Grundwasser, denn da könne man nichts steuern. „Grundwasser ist das wichtigste Gut für die Trinkwasserversorgung.“ Es bilde sich im Herbst und Winter neu. Die Werte zeigten, dass die Grundwasserstände in den letzten dreißig Jahren stetig zurückgegangen seien. „Da wissen wir noch nicht, wie wir dem entgegensteuern können.“