Corona-Impfung in Sachsen - Fragen & Antworten

In Sachsen werden aktuell Personen der Priorisierungsgruppe 1, 2 und 3 geimpft. Zudem ist das gesamte Personal an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie an Kindertagesstätten impfberechtigt. Für den Vogtlandkreis gilt aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Öffnung der Impfpriorisierung gemäß Impfverordnung des Bundes.

Aktuell sind die drei Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen. Eine Wahlfreiheit des Impfstoffes besteht nicht.

Wie erfolgt die Terminvergabe?

Die Anmeldung für die Impfung erfolgt über ein zentrales Buchungsportal oder die Service-Nummer 0800 0899 089. In welchem Impfzentrum man sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann jeder selbst entscheiden. Eine Übersicht zu freien Impfterminen gibt es hier.

Wer kann sich impfen lassen?

Ab sofort können Hausärzte alle Menschen impfen, die der Priorisierungsgruppe 3 angehören. Seit 21. April 2021, 18 Uhr, können Angehörige der Priorisierungsgruppe 3 Termine auch in den Impfzentren buchen.

Impfberechtigt sind damit auch Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel und in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind oder Mitglieder von Verfassungsorganen sind. Auch Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, sind impfberechtigt. Darüber hinaus bekommen nun auch weitere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ein Impfangebot.

Zum Nachweis der Impfberechtigung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers bzw. ein ärztliches Attest notwendig. Personen, die den Priorisierungsgruppen 1 und 2 angehören, können sich auch weiterhin gleichberechtigt zu einer Impfung anmelden.

Um mehr Menschen eine Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca zu ermöglichen, ist in Arztpraxen ab sofort die Priorisierung für diesen Impfstoff komplett aufgehoben. Dies bedeutet konkret, dass sich auch Menschen unter 60 Jahre nach Aufklärung durch den Arzt für eine Impfung mit diesem Impfstoff entscheiden können - auch wenn sie keiner Priorisierungsgruppe angehören.

Zum Nachweis der Impfberechtigung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers bzw. ein ärztliches Attest notwendig. Personen, die den Priorisierungsgruppen 1 und 2 angehören, können sich auch weiterhin gleichberechtigt zu einer Impfung anmelden.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung gibt es hier.

Die gesamte Auflistung aller Berechtigten in der Priorisierungsgruppe 3 finden Sie hier.

Details zu Impfberechtigten der Kritischen Infrastruktur gibt es hier.

Amtliche Bescheinigung über eine Tätigkeit in kritischer Infrastruktur zum Download

Impfbescheinigung zu § 4 Nummer 9 Coronavirus-Impfverordnung:

Wo befinden sich die Impfzentren?

Die Impfzentren sind nahezu flächendeckend über die Landkreise und Kreisfreien Städte verteilt. Eine Übersicht zu den Standorten gibt es hier.

Was muss ich bei der Corona-Schutz-Impfung beachten?

Ärzte raten dazu, sich vor einer Impfung auf Covid-19 testen zu lassen. Zu anderen Impfungen sollte – nach Möglichkeit – ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach der Corona-Schutzimpfung liegen. Auch geplante Operationen sollten möglichst mit einem Abstand von wenigen Tagen vor oder nach einer Impfung durchgeführt werden. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, sofern eine geplante Operation ansteht. Dringende Operationen dürfen jederzeit unabhängig von Impfungen durchgeführt werden.

Der bestmögliche Impfschutz wird erst ein bis zwei Wochen nach vollständiger Impfung (je nach Impfstoff ein oder zwei Impfungen) erreicht. Hygiene- und Abstandsregeln (AHA+LA) müssen auch bei vollständigem Impfschutz weiterhin eingehalten werden. Denn es ist noch nicht geklärt, ob die Impfung davor schützt, Corona-Viren weiterzuverbreiten.

Nach der Impfung können wie bei jeder Impfung für kurze Zeit Impfreaktionen auftreten. Am häufigsten kommen Schmerzen an der Einstichstelle, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen sowie erhöhte Temperatur vor. Diese Impfreaktionen sind vorübergehend und verschwinden normalerweise innerhalb von wenigen Tagen. Ärzte halten das Einnehmen von Schmerztabletten wie Ibuprofen oder Paracetamol für unbedenklich, um die Schmerzen zu lindern. Mehr zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen finden Sie in der Rubrik „Nebenwirkungen und Impfreaktionen“.

Schonen Sie sich nach der Impfung. Körperliche Belastung sollte auch einige Tage nach einer Impfung vermieden werden. Auf Sport sollte in der ersten Woche verzichtet werden. Denn bei starker körperlicher Belastung kann es vorkommen, dass eine Impfreaktion – zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle – verstärkt wird.

Es gibt im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung keine eigenen Verhaltensempfehlungen zum Alkoholkonsum vor oder nach der Impfung. Es ist jedoch schon lange bekannt, dass Alkohol das Immunsystem beeinflusst. Besonders starker Alkoholkonsum kann die Immunantwort bei Infektionen einschränken und bei Impfungen möglicherweise auch die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung beeinflussen. Ärzte raten entsprechend, auf Alkohol, aber auch auf das Rauchen zu verzichten. Stattdessen sollte viel Obst und Gemüse gegessen werden sowie viel Wasser getrunken werden. Zuckerhaltige Getränke und Speisen seien erlaubt, da der Körper so an genug Energie herankommt.

Zu anderen Impfungen sollte – nach Möglichkeit – ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach der Corona-Schutzimpfung liegen. Auch geplante Operationen sollten möglichst mit einem Abstand von wenigen Tagen vor oder nach einer Impfung durchgeführt werden. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, sofern eine geplante Operation ansteht. Dringende Operationen dürfen jederzeit unabhängig von Impfungen durchgeführt werden.

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, so sprechen Sie mit dem Impfpersonal darüber. Impfungen sind allerdings bei der Einnahme von Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) und meist auch bei Immunsuppression möglich. Teilen Sie dem Fachpersonal vor der Impfung mit, wenn Sie in der Vergangenheit nach Impfungen oder Spritzen ohnmächtig wurden oder zu Allergien neigen. Wenn Sie vor der Impfung noch Fragen haben, können Sie sich damit ebenfalls an das Fachpersonal wenden. Bitte beachten Sie, dass es wichtig ist, den empfohlenen Abstand zwischen den Corona-Schutzimpfungen einzuhalten. Dies wird meistens schon bei der Terminvergabe berücksichtigt. (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Folgende Dokumente sollten Sie zur Impfung mitbringen:

• Personalausweis, Versichertenkarte

• Impfpass (wenn nicht vorhanden, wird eine Ersatzbestätigung im Impfzentrum ausgegeben oder zukünftig ergänzend ein digitaler Impfnachweis erstellt)

• Nachweis der Priorisierung - wenn notwendig, Bescheinigung vom Arbeitgeber

• Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der jeweiligen Person.

Heben Sie Ihren Impfpass bzw. die erhaltene Impfdokumentation gut auf.

Häufig gestellt Fragen

Das Robert-Koch-Institut hat eine Übersicht mit häufig gestellten Fragen und weiterführenden Informationen zusammengestellt. Dort wird auch erklärt, ob sich Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben oder von COVID-19 genesen sind, geimpft werden sollen. 

Die Ständige Impfkommission hat unter bestimmten Bedingungen eine Impfung auch für Genesene empfohlen. Sie sollten sich demnach frühestens sechs Monate nach einer durchgemachten Corona-Infektion impfen lassen.

Download-Material zur Coronaschutzimpfung

Formulare, Vordrucke und Aufklärungsschreiben finden Sie hier.